Story

Clemens ist Mitte 30. Diverse Frauengeschichten, Spielsucht und der Alkohol haben Ihn zu dem gemacht, was er jetzt ist: „Ein heruntergekommener Detektiv in einer billigen Absteige“.
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Gerade, als er beschließt mit seinem Leben Schluss zu machen, hält ihn die bildschöne Fiona mit einem Auftrag davon ab. Ihr Verlobter, ein engagierter Wissenschaftler, ist verschwunden und Clemens soll ihn finden. Recherchen ergeben, dass die Forschung des Verschwundenen vielen wichtigen Leuten nicht gepasst hat und so gerät Clemens in Konflikt mit der Polizei, mit mächtigen Vertretern der Energielobby und mit der Unterwelt.

Fiona und Clemens kommen sich im Zuge gemeinsamer Ermittlungen näher, als dann aber seine ehemaligen Partnerin Stefanie auftaucht, zu der sich Clemens immer noch hingezogen fühlt, und es zu einem schicksalhaften Unglück kommt, scheint Clemens endgültig gebrochen.

Gibt ihm die neue Beziehung zu Fiona Halt? Wird er den Fall noch lösen können? Oder rutscht Clemens nun endgültig ab?


Im Februar 2014 begann der Verein Projekt Kino e.V. sich dem Filmgenre „Film Noir“ zu widmen. Eine Maxime der Kinomacher aus Heide ist es, jede Art von Film einmal selber zu produzieren und so fand sich nach Drama, klassischen Krimi, Mistery, Horrorpersiflage und Komödie nun dieses spannende Thema.

Die Story und die Charaktere wurden in großer Runde auf den sonntäglichen Vereinsabenden gemeinsam erarbeitet und dann von einem kleineren Team in Drehbuchform gebracht. Details und Handlungsabläufe wurde daraufhin wieder gemeinsam verfeinert bis im September das Drehbuch im sogenannten Final Draft stand. Nun wurden die einzelnen Departements für die Produktion gegründet. Neben „Produktion“, „Regie“, „Kamera und Licht“, „Ton“ waren insbesondere die Gruppen die sich mit „Drehorten“ und „Requisite“ befassten gefragt. Hier wurden passende Locations gefunden, die dem düsteren Look eines typischen Film noir entsprechen und auch einzelne, besondere Requisiten sollen an die Glanzzeit der 1940-1950 entstandenen Filme erinnern; auch wenn die Story in der heutigen Zeit spielt.

hcs_cast_klEnde Oktober 2014 wurde dann ein offenes Casting durchgeführt und die gut 30 Rollen sind ideal besetzt worden. Eine Vielzahl von routinierten und teilweise professionellen Darstellern und Darstellerinnen verstärken das Kernteam von Projekt Kino.

Auch wurde dieses Projekt erstmals mit professionellem Kinoequipment gedreht werden, welches von der Qualität dann vielen Produktionen aus Babelsberg oder Hollywood kaum nachsteht.

Nun haben wir Anfang 2016 und viele Filmfans an der Westküste haben die Story um die Dreharbeiten zum Film-Noir-Projekt von Projekt Kino e.V. aus Heide mitverfolgt und warten nun sehnsüchtig auf den Kinostart! Das tun auch die Darsteller und die Crew um Regisseur Michael Lütje, aber aus aktuellem Anlass hat sich der Verein nach gründlicher Überlegung entschieden, die Kinopremieren zu verschieben!

Warum? Die Kinomacher haben in der Endphase der Post-Produktion (also des Fein-Schnitts) gemerkt, das die Bilder größtenteils wirklich fantastisch sind, der Ton dagegen manchmal leider „nur OK“. So haben sie sich ganz kurzfristig dazu durchgerungen, den kompletten Ton, Darsteller für Darsteller, in Studios in Dithmarschen und in Hamburg nachzufischen und dann, dem Genre entsprechend und als Reminiszenz an die damalige Art Filme zu machen, die Tonspuren mitsamt allen Geräuschen neu anzulegen!ton_kl

Hierzu wird für jede Rolle im Film ein eigenes Mini-Drehbuch erarbeitet, wo nur die Szenen des/der betreffenden Darstellers/in enthalten sind. Hier wird nun Satz für Satz vor einem Kontrollmonitor vorgespielt und dann möglichst genau lippensynchron mehrfach nachgesprochen. Dieses Vorgehen erfordert einen möglichst schalltoten Raum und hochwertige Ton-Aufnahmetechnik. Dann werden die Aufnahmen Tonschnipsel für Tonschnipsel nachbearbeitet, damit sie zur entsprechenden Szene passen. So wird z.B. für einen Drehort in einer Halle künstlich ein Echo-Effekt hinzugefügt und auch alle Zusatzgeräusche wie Strassengeräusche, Gemurmel einer Menschenmenge im Hindergrund oder auch Motor- und Türgeräusche eines parkenden Fahrzeugs dazu arrangiert. So erhoffen sich alle nach einigen Wochen Zusatzarbeit zu „sehr guten“ Bildern dann auch den „sehr guten“ Ton!

Der gesamten Film-Crew ist klar, dass sie mit solch einer Aussage die Latte jetzt, selbst für einen „ambitionierten“ Amateurfilm, schon hoch legen – aber sie sind sich sicher: Es wird sich lohnen!

„Die Kinobetreiber aus Meldorf, Heide, Rendsburg und Husum haben vollstes Verständnis gezeigt und bleiben weiterhin im Boot, wenn wir ohne Druck neue Aufführungstermine festlegen“, so Michael Lütje. „Vielleicht warten wir dann mit dem Kinostart bewusst etwas länger, denn ein Film Noir passt von der Stimmung einfach nicht in den Frühling oder Sommer“

Nur war die Enttäuschung insbesondere bei dem anberaumten Termin für Rendsburg doch spürbar. War „Hardboiled Crime Story“ doch als Offizieller Film für eine Vorführung bei den Norddeutschen Filmtagen vom 25. – 28. Februar ausgewählt worden.

„Unser Streifen, der an die alten „Humphrey Bogart“- oder „Edgar Wallace“-Filme der 40er und 50er Jahre erinnert, hat aber das Zeug dazu sicher eine neue, vergleichbare Chance zu bekommen“ ist sich Michael Lütje sicher.

Wer über die aktuellen Ereignisse um den Streifen informiert bleiben will, findet aktuelle Nachrichten auch unter www.facebook.com/pkfilmnoir.


emmiDer Verein, der u.a. mit dem „Plattdeutsch-Oscar“ EMMI sogar renommierter Preisträger für den Kurzfilm „Dithmacula“ geworden ist, hat mittlerweile einige der Mitglieder erfolgreich „ausgewildert“ und in die Filmwirtschaft oder zu einem Studium oder einer Ausbildung im Bereich Film und Medien entlassen…

So ist Miguel A. Pate in Hollywood angekommen (z.B. Key Set Production Assistent bei Tarantinos „Django Unchained“) und Michael Pate ist erfolgreich mit seinem Web-Thriller „Gefällt Mir“ und der YouTube-Komödie „Kartoffelsalat“ als Regisseur ins professionelle Filmgeschäft gestartet und hat seinen ersten Langfilm bundesweit in die Kinos gebracht.

Das ein solcher Dreh, auch wenn er als sogenannter No-Budget-Film firmiert, doch den einen oder anderen Euro verschlingt, kann man sicher nachvollziehen. Und so ruft der gemeinnützige Projekt Kino e.V. dazu auf, den Verein zu unterstützen.